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Collegium generale

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"Alles hat seine Zeit": Konzepte der Zeit in Wissenschaft und Gesellschaft

Interdisziplinäre Vorlesungsreihe im Frühjahrssemester 2014, jeweils am Mittwoch von 18.15 bis 19.45 Uhr im Hauptgebäude der Universität, Auditorium maximum (Hörsaal 110).

Die Vorlesungsreihe ist für Studierende als freie Leistung anrechenbar mit 3 ECTS

Raum und Zeit bieten den Rahmen, in den wir die Wirklichkeit einordnen. Die Zeit ordnet das Weltgeschehen und führt uns aus der Vergangenheit durch die Gegenwart in die Zukunft. In der Physikgeschichte hat das Konzept der Zeit eine radikale Revolution erfahren. Aus dem starren absoluten Zeitbegriff Newtons wurde die dynamische relative Zeit der Einsteinschen Relativitätstheorie. Ein biologischer Zeitpfeil weist von der Geburt, über ein von einer inneren Uhr getaktetes Leben, hin bis zum Tod. Ein „mentaler“ Zeitpfeil weist aus der erinnerten oder schon vergessenen Vergangenheit in die erlebte Gegenwart und erlaubt dem Gehirn, der „Zeitmaschine“ in unserem Kopf, sich die Zukunft auszumalen. Uhren messen die Zeit nicht nur in Stunden und Minuten, sondern in Form radioaktiver geologischer Materialien auch über erdgeschichtliche Zeiträume von Milliarden von Jahren. Die Zeitmessung selbst hat ihre eigene Geschichte, und die Geschichtswissenschaften haben ihre eigenen Konzepte der Zeit, die wiederum einer geschichtlichen Entwicklung unterworfen sind. Auch Philosophie und Theologie setzen sich mit dem Wesen der Zeit auseinander. Die Psychologie erforscht unser Gedächtnis, unser Zeitempfinden und wie wir „ticken“. Was sagen uns Zeitwörter über den Zeitbegriff in unterschiedlichen Sprachen, und welche Rolle spielt die Zeit in der Literatur? Schliesslich ist Zeit auch Geld. Unsere Arbeitszeit und deren Ökonomie werden bestimmt durch Zeitmanagement. Zeit ist ein Thema, das alle Wissenschaften betrifft, und das unsere Gesellschaft massgeblich bestimmt. Diese Reihe des Collegium generale will sich dem Thema aus unterschiedlichsten Blickwinkeln nähern, um uns so zu erlauben, weit über den Horizont des eigenen Zeitbegriffs hinauszublicken.

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